artoxin Logo Header
Navigation
Thomas Stempkowski | Udo Schindler

Thomas Stempkowski | Udo Schindler

Thomas Stempkowski - Kontrabass
Udo Schindler - Blasinstrumente
Freitag, 25.10.2019, 20h
Eintritt frei | Spenden willkommen

LOW_TONE_STUDIES | Udo Schindler
Beginnend mit dem Februarkonzert 2019 mit Dr. Nina Polaschegg am Kontrabass werde ich in nächster Zeit, fortgesetzt in 2020, intensiv mit vielen Koryphäen der internationalen Kontrabass-Avantgarde zusammenspielen, um die Möglichkeiten von Tiefton-Instrumenten auszuloten, zu erweitern, ungehörtes zu entwickeln, neue, jedoch nicht unnatürliche, aber übersteigernde Visionen der Instrumente zu realisieren. Neben meinem Standardinstrumentarium werde ich schwerpunktmäßig tieftönige Blasinstrumente im Kontext zum Kontrabass stellen. Das werden die Bass- und Kontrabass-Klarinette, sowie die F-Tuba sein. Die genannten tieftönigen Instrumente, seien es Saiten- oder Blasinstrumente, sind in der Sololiteratur immer noch stiefmütterlich behandelt und unterbewertet, auch wenn die Möglichkeiten und die Anerkennung, die kompositorischen Berücksichtigung in der zeitgenössischen Musik vermehrt erfolgt. Die zu erwartenden Klangstudien werden noch nicht vertraute Hörer wohl zunächst irritieren, das unerhörte Klangerlebnis die musikalische Wahrnehmung dominieren. Die Annäherung der Klangfrequenzen über mehrere Oktaven wird einen opulenten, jedoch subtilen, brüchigen oder auch wellenförmig fließenden Gesamtklang ermöglichen, eine Instrumentenidentifizierung wird erschwert, die Instrumente werden im Klang aufgehen. Manchmal wird der Hörer seinen Ohren nicht trauen wollen und glauben, dass er nicht nur ein Tieftoninstrument, sondern auch ein Sopraninstrument, ein Perkussions- oder gar ein elektronisches Instrument am Werk sei. Andererseits lässt sich die individuelle Sprache der kreierten Musik von Hörern mit offenen Ohren relativ leicht erschließen, denn sie ist er ein Klangerlebnis, erzählend, subtil strukturiert, zeichnet sich durch die assoziative und kommunikative Kraft ihrer Klanggestaltung aus.

Thomas Stempkowski
Der dritte Berufsweg führte Thomas Stempkowski zur Musik wo er nach seinem Jazzstudium die klassische Konzertfachschule Andrew Ackermans durchlief um sein Handwerk für die fächerübergreifende Disziplin am Kontrabass, der er seither folgt, zu erlernen. Notierte Musik, Modern Jazz und Freie Improvisation sind seither seine drei großen Betätigungsfelder.
Thomas Stempkowski betreibt vier langjährige Projekte in der Freien Musik, wo er sämtliche Spieltechniken anwendet und weiterentwickelt. Das Trio Para, mit Ingrid Schmoliner (Klavier) und Elena Kakaliagou (Horn), ein Streichquartett namens Strinquantet mit Simon Frick (Violine), Judith Reiter (Viola) und Maria Frodl (Violoncello), das Duo Pi mit Thomas Berghammer (Trompete) und ein Trio / Quartett Projekt Namens Pol oder Pool mit Agnes Heginger (Stimme im Quartett) Michael Fischer (Saxophon, Violine) und Wolfgang Reisinger (Schlagzeug).
Bei seinem Kammermusikprojekt mit Angela Stummer - Stempkowski (Harfe) spannt sich der Repertoirebogen von ernster Musik über Jazz bis zu zeitgenössischen Werken und Eigenkompositionen.
Seit 2012 ist er Veranstalter der monatlichen Konzertreihe „QUANTEN – Kammer für Musik“, wo in intimer Atmosphäre freie Improvisation mit stets neu geladenen MusikerInnen ausgelotet wird.
In den letzten zwei Dekaden durfte er bei Meistern wie Prof. Auersperg lernen, mit Größen wie Clark Terry oder der Cremerata Baltica auf der Bühne stehen, bei Produktionen wie „Don Giovanni“ oder „Tri Sestri“ an der Staatsoper Wien mitwirken und am Landeskonservatorium Kärnten Jazzbass unterrichten.
Das Leben erwacht im Moment – Musik www.thomas-stempkowski.com